Energiekonzept

Die Zukunft im Kreislauf.

Heizen im Winter, Kühlen im Sommer und das fast ohne fossile Energie. Im Schumacher Quartier sehen wir, wie eine emissionsarme Energieversorgung in der Stadt der Zukunft funktionieren kann.

Das Schumacher Quartier ist an ein weltweit einzigartiges Energiekonzept angeschlossen. Green Urban Energy setzt dafür das sogenannte Low-Exergy-Netz um: ein Niedrigtemperatur-Netz, welches das ganze Areal von Berlin TXL, also das Schumacher Quartier und die angrenzende Urban Tech Republic, mit Wärme und Kälte versorgt.

Heizen und Kühlen

Das Prinzip ist so simpel wie clever: Je heißer ein Rohr, desto mehr Wärme und Energie verliert es an die Umgebung. Das LowEx-Netz arbeitet deshalb mit niedrigen Temperaturen. Und genau diese machen es möglich, umweltfreundliche Wärmequellen effizient zu nutzen – etwa Abwärme aus Gebäuden, Serverräumen, Industrieanlagen oder Abwasser. Im Winter liefert das Netz Wärme mit bis zu 40 °C, im Sommer kühlt es Gebäude mit konstant rund 20 °C.

Der Energie-Marktplatz

Für Nutzerinnen und Nutzer funktioniert das System wie ein Energie-Marktplatz: Sie können nicht nur Energie beziehen, sondern auch eigene Abwärme ins Netz einspeisen und dafür eine Vergütung erhalten. Statt Energie nur zu nutzen, produzieren sie diese selbst und werden so zu Prosumern – also gleichzeitig Produzenten und Konsumenten.

Strom, intelligente Netze und Speicher

Ein sogenannter Aquiferspeicher im Erdreich ergänzt das System: Er speichert überschüssige Wärme aus dem Sommer und gibt sie im Winter wieder ab – und umgekehrt. So kann ein Teil der im Quartier anfallenden Energie lokal genutzt werden.

Für die Stromversorgung lösen zunächst hocheffiziente Blockheizkraftwerke die alten Gasheizwerke ab. Gemeinsam mit Photovoltaik-Anlagen und Windkraft tragen sie dazu bei, den Anteil fossiler Energieträger zu reduzieren und die Abhängigkeit von konventionellem Strom zu verringern – Schritt für Schritt in Richtung einer emissionsarmen Energieversorgung im Quartier.

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